Strukturlandschaften
Meditationsbilder in Holz – Skulpturen von Ingo Andratschke
Struktur und Farbe verschränken sich zu bildhaften Elementen. Im Holz entdeckte Besonderheiten werden zu Kompositionen, in denen Landschaft, Figuratives und Abstraktes ineinandergreifen. Farbe dient sowohl der Hervorhebung als auch der Verdichtung von Strukturen. Die Bilder gleichen Flüsse visueller Assoziationen: Strukturen, die sich in einem Strom von Bedeutungen bewegen und Pareidolie ähnlich, stimmungsvolle Vieldeutigkeit erzeugen – mal heiter, mal ernst, stets offen für individuelle Deutung.
Geboren 1941 in Wigstadtl, gehört Ingo Andratschke heute zu den prägenden Stimmen der Holzgestaltung in Deutschland. Nach einer Lehre als Tischler (1958 – 1961) vertiefte er seine künstlerische Ausbildung an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg (1964 – 1966) und an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (1966 – 1970, unter Walter Funkat).
Die Motive reichen dabei von mediterranen Landschaften mit Horizont und Meer, oft inspiriert von Reisen nach Kroatien, bis zu abstrakt geometrischen Quadraten. Diese Vielgestaltigkeit lädt den Betrachter ein, in den Bildern zu verweilen, zu interpretieren, sich zu verlieren und sich dabei zugleich selbst zu finden“.
Die Ausstellung ist eine Begegnung mit dem materialisierten Gedicht des Holzes: formale Klarheit, spirituelle Ruhe und eine bildnerische Sprache, die den Fokus auf Augenblicke der Stille richtet. Eine Stille, die gut tut in einer lauten und entfesselten Welt.
Frank Lorenz
30.1.2026 – 29.3.2026
Skulpturen
Ort:
Foyer Neuberinhaus
Vernissage:
30.1.2026 19:00 Uhr

Ingo Andratschke
Chemnitz
- 1941 geboren in Wigstadtl
- 1958-61 Lehre zum Tischler
- 1964-66 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg
- 1966-70 Studium an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein
- Seit 1973 freischaffend tätig
