Objekt Kosmos
von plastischer Druckgrafik und zyklischen Entitäten
Etwas ist da, ich weiß nicht was es ist.Etwas ist da, es macht etwas mit mir. Was bleibt von einem Ding, wenn es seinen ursprünglichen Kontext verlässt und neue Verbindungen aufnimmt?
Max Roßners Druckgrafiken richten den Blick auf das Innere der Dinge, auf Eigenschaften, Spuren und Bedeutungen, den Schatten, die einem Objekt nicht unmittelbar anzusehen sind. Ausgangspunkt der Arbeiten sind konkrete Objekte, deren Proportionen im Abdruck erhalten bleiben.
Herausgelöst und mit anderen Formen verbunden, beginnen die Objekte miteinander zu korrespondieren. Das Vertraute wird fremd und entwickelt einen eigenen Platz in Roßners Kosmos. Die Objektflächen werden zu Projektionsflächen: Überlagerungen, Ineinandergreifen von plastischen Strukturen lassen Gegenständlichkeit, Erinnerung, Traum und Fiktion ineinander übergehen. Texturen wandeln sich, Identitäten verschieben sich, Kreisläufe verweisen auf Vergänglichkeit und Neubildung.
So ist der Abdruck nicht bloße Wiedergabe. Er bewahrt etwas vom Objekt und erzeugt zugleich Neues – eine eigene Entität, die sich erst im Blick der Betrachtenden vollends erschließt. „Objekt Kosmos“ lädt ein, den verborgenen Lebenswelten der Dinge nachzuspüren
Frank Lorenz
11.9.2026 – 8.11.2026
Druckgrafik
Ort:
Foyer Neuberinhaus
Vernissage:
11.9.2026 19:00 Uhr

Max Rossner
seit 2022 selbständig als freier Künstler
2015 – 2021 Bauhaus-Universität Weimar
Studiengang: Freie Kunst
Schwerpunkt: Druckgrafik/Zeichnung bei Prof. Jana Gunstheimer/ Peter Heckwolf
Abschluss: Diplom
2019 Berufsabschluss: Medientechnologe Druck/Siebdruck
1992 – 2014 Schul- und Berufsausbildung
